öffentlicher Raum

Gemeinsam für ein gesundes Morgen.

Merkliste

Schnellauswahl

Detailauswahl

Höhe (Meter) i

In kleinen Hausgärten sollten nur Bäume bis zu einer Maximalhöhe von 10 Metern gesetzt werden. Auch in größeren Gärten sollten Bäume eine Höhe von 15m nicht überschreiten. Nur im öffentlichen Raum (Straßenraum, Plätze, Parks) und in parkähnlichen Gärten können Großbäume mit über 20m Höhe gesetzt werden. Die Angaben sind Durchschnittswerte. Je nach Standort sind vor allem bei Wildtypen auch erhebliche Abweichungen möglich. Bei Sorten sind Abweichungen meist gering.

Wuchsform i

Die Kronenform beeinflusst maßgeblich die Gestaltung. Während Kugel- und Säulenformen eine strengformale Wirkung haben, haben alle anderen eine natürlich wirkende Kronenform.

Wuchsstärke i

Die Wuchsstärke ist standortsabhängig, wobei starkwüchsige Arten/Sorten auf Magerstandorten zwar schwach wachsen, aber im Vergleich zu schwachwüchsigen Arten/Sorten am selben Standort deutlich stärker zulegen. Prinzipiell wachsen junge Gehölze stärker als alte. Außerdem wachsen sie umso stärker, je kleiner sie verpflanzt werden, da sich kleinere Pflanzen leichter an neue Bedingungen gewöhnen und besser einwurzeln als größere.

Ökologischer Wert i

Hier wird neben der Eignung des Baumes als Nahrungsgrundlage für die heimische Tier- und Pilzwelt sowie als Brutbaum für Vögel, auch die Beschattung, Verdunstung, Verträglichkeit von Sonderstandorten und ähnliches bewertet. Potentielle Invasivität mindert die ökologische Bewertung.

Lichtansprüche i

Lichtbaumarten werden an sonnigen Standorten gepflanzt, da sie einen hohen Bedarf an direktem Sonnenlicht haben, um gut und gesund wachsen zu können. Hingegen sollten Schattenbäume nicht an vollsonnigen Standorten gepflanzt werden. Halbschattenbaumarten nehmen eine Zwischenstellung ein: sie benötigen zwar relativ viel Licht, vertragen aber auch eine leichte Beschattung.

Schattenwirkung i

Die Krone von verschiedenen Baumarten kann unterschiedlich dicht gewachsen sein. Soll ein Baum im Sommer z.B. ein guter Schattenspender sein, dann sollte dieser eine mindestens mittlere, besser starke Schattenwirkung haben.

Klimatoleranz i

Der Klimawandel mit zunehmenden Temperaturen und Trockenheit macht Bäumen – vor allem am Extremstandort Straße – zu schaffen. Da Bäume langlebig sind sollte, um langfristig vitale Bäume zu erhalten, vermehrt auf klimatolerante Baumarten zurückgegriffen werden.

Frosthärte i

Alle Bäume in dieser Datenbank sind prinzipiell frosthart. Bedingt frostharte Baumarten können jedoch schon ab etwa -12°C Frostschäden bekommen - also Temperaturen, die in unseren Breiten im Winter leicht erreicht werden können. Diese Baumarten sollten also nur in günstigen Lagen wie im Weinbauklima gepflanzt werden. Frostharte Pflanzen vertragen Temperaturen bis ca. -23,5 °C. Nur sehr frostharte Bäume kommen mit noch kälteren Temperaturen zurecht. Bei vielen Gehölzen hängt die Frosthärte nicht allein von der Temperaturtoleranz, sondern auch von der Holzreife ab. Wärmeliebende Gehölze vertragen nicht unbedingt weniger Frost als nicht wärmeliebende. Wichtig ist ausreichende Sommerwärme, damit das Holz entsprechend ausreifen kann, um auch starke Fröste zu überstehen.

Salzverträglichkeit i

Die Salzverträglichkeit ist vor allem bei Bäumen im öffentlichen Grünraum in Straßennähe zu berücksichtigen. Aber auch in Gärten entlang von Straßen, die im Winter häufig gesalzen werden, sollten besser keine salzempfindlichen Bäume gepflanzt werden. Salzverträglichkeit ist relativ zu sehen, denn nur sehr wenige Gehölze halten hohe Salzkonzentrationen aus. In durchlässigen skelettreichen (sandigen, steinigen) Böden wird Salz generell rascher ausgewaschen als in lehmigem oder verdichtetem Untergrund. Humusböden nehmen eine Zwischenstellung ein. Tiefwurzler können in lehmigen Böden Salzstreuung unabhängig von ihrer Salztoleranz oft besser ertragen, da das Salz in diesen Böden weniger mobil ist.

Wurzelsystem i

Tiefwurzler wurzeln vorwiegend in tieferen Bodenschichten, Flachwurzler haben den größten Teil des Wurzelsystems knapp unter der Erdoberfläche. Es gibt auch unterschiedliche Mischformen. Wichtig zu wissen ist, wie das Wurzelsystem im Detail aussieht: Pfahlwurzler bilden eine einzige Hauptwurzel mit einigen Seitenwurzeln und sind immer Tiefwurzler. Tiefwurzler ohne Pfahlwurzel haben mehrere gleichberechtigte in die Tiefe gehende Wurzeln. Herzwurzler bilden ein kompaktes Wurzelsystem, das in alle Richtungen wächst. Sie können je nach Standort flach- oder tiefwurzelnd sein oder beides. Senkwurzler entwickeln zunächst ein horizontales Wurzelsystem, von dem weit verstreut in die Tiefe wachsende Wurzeln ausgehen. Die Tiefe des Wurzelsystems ist zudem art- und standortabhängig. In nährstoffreichen lehmigen Böden wurzeln manche Tiefwurzler nur eineinhalb Meter tief, andere Arten oder andere Standorte können zu bis zu 10 m tiefen Wurzeln führen. Bei veredelten Bäumen (betrifft fast alle Sorten) wird das Wurzelsystem von der Unterlage (dem unteren Baumteil mit Wurzel und Stammgrund) gebildet.

Allergene Wirkung i

Für Menschen mit Pollen-Allergie können bestimmte Baumarten in der Blütezeit je nach Stärke der allergischen Erkrankung Probleme verursachen. Besonders die Pollen von Baumarten, die zu den Frühblühern gehören, können zu allergische Reaktionen führen.